Im Neurotransmitter 10-2013 fasst Prof. Bschor aus Berlin die Argumente der Kritiker einer Antidepressiva-Verordnung zusammen. Die Effektstärken der Behandlung werden als in vielen Studien als gering eingeschätzt, der Placebo-Effekt hoch.

Aus unserer Sicht – einer mittelgroßen Praxis für Psychiatrie in Hannover – sind Antidepressiva bei vielen Patienten wirksam, zum Teil mit sehr deutlichem Effekt. Ein anderer Teil von Patienten mit Depressionen verträgt entweder Antidepressiva nicht oder spricht nicht auf die Medikation an. Dies erklärt die Verwässerung der Ergebnisse vieler Studien. Ein hoher Placebo-Effekt allein spricht nicht gegen eine Medikation, wenn dies im Verhältnis zu anderen Behandlungsformen und deren Verfügbarkeit abgewogen wird.

 

Kommentar schreiben..

In einem Artikel im neuen British Journal of Psychiatry (2014, 205: 95-102) berichten Marroun et al. über eine Untersuchung an 376 Kindern in Rotterdam. Dabei wurde ein ca. 2 x höheres Risiko festgestellt für Kinder an Autismus zu erkranken, wenn die Mütter in der Schwangerschaft Antidepressiva eingenommen hatten (SSRIs).

Auch wenn diese Ergebnisse erst von anderen und größeren Studien bestätigt werden müssen, scheint doch jetzt schon für die psychiatrische Praxis klar zu sein: Vorsicht ist geboten und ehe man zu einer antidepressiven Behandlung in der Schwangerschaft rät, sollten erst alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sein oder es sehr gute Gründe geben, trotzdem Medikamente zu nehmen (z.B. hoher Leidensdruck, Suizidgefahr u.a.).

 

Kommentar schreiben..

In einer Antwort auf eine Anfrage an ATIS (Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft) schreiben Both und Stichtenoth im Niedersächsischen Ärzteblatt 3/2014:

Bei gegebener psychiatrischer Indikation ist eine effektive antipsychotische Therapie auch in der Schwangerschaft notwendig, um die Gesundheit von Mutter und Kind nicht zu gefährden. Neuroleptika der Wahl sind dabei Haloperidol, Promethazin, Quetiapin und Risperidon. Perinatal wird eine Reduktion angeraten. In der Stillzeit haben Olanzapin und Quetiapin das geringste Risiko.

Atis Anfragen sollen gestellt werden an: FAX 0531-2414100.

 

Kommentar schreiben..

Selbsthilfe und Angehörige

1

Selbsthilfegruppen

Bei der Selbsthilfe in Gruppen können Erfahrungen und Kompetenzen von Betroffenen, Erkrankten sowie von Angehörigen zum gegenseitigen Informationsaustausch genutzt werden...

Kibis Hannover koordiniert die Selbsthilfe- gruppeninformationen in der Region, hier finden Sie weitere Informationen

http://www.selbsthilfe-buero.de/index.php?id=122


Kompetenz in Kliniken

altes rathaus hannover

Kompetenz in Kliniken

in Situationen in denen ein intensive Betreuung wichtig ist stehen in der Region Hannover verschiedene Fachkliniken zur Auswahl:

Wunstorf

Langenhagen

MHH

Wahrendorff

 

Integrierte Versorgung

IV Schaubild

Integrierte Versorgung

bieten wir zusätzlich zu unserer Behandlung für Versicherte bestimmter Kassen an. Die Integrierte Versorgung (IV) umfasst intensive therapeutische Zuwendung und die Verfügbarkeit eines jederzeit ansprechbaren ambulanten Krisendienstes. Bitte sprechen Sie uns an...